Schulhausgestaltung als Resultat aus der Unterrichtsreihe „Menschenrechte“

(Hierzu stellen wir die Dokumentationen in der Schule zur Einsicht zur Verfügung.)

 

Projektbeschreibung

Aus dem Thema „Menschenrechte“ der fächerübergreifenden Unterrichtsreihe  wurde das Thema „Wenn nicht ich, wer? Wenn nicht jetzt, wann? – Gestaltung des Haupttreppenhauses der Schule zum Thema Menschenrechte“. Die Idee hierzu entstand während der fächerübergreifenden Unterrichtsreihe „Menschenrechte“ (beteiligte Fächer: D, E, kR, Ge, Tx, Sp/M) in einer Klasse 9 (Schuljahr 1996/97) bzw. 10 (Schuljahr 1997/98).

Wir brachten das Projekt zur Abstimmung in die Mitwirkungsgremien, die sich mehrheitlich dafür entschieden.

 

In den Jahren 1998 und 2004 wurde die Gestaltung weitergeführt.

Die Treppenhausgestaltung wird seitdem regelmäßig in die Unterrichtsreihe „Human Rights“ des Englischunterrichts der Jahrgangsstufe 9 einbezogen, betrachtet und interpretiert.

 

·        Pädagogischer Aspekt

Die Gestaltung leistet Beiträge gegen Ausländerfeindlichkeit, zur Stärkung des Umweltbewusstseins, ist Gewaltprävention, ist Bewusstseinserweiterung und kann in den verschiedensten Fächern unter vielfältigen Aspekten in allen Jahrgangsstufen in den Unterricht integriert werden.

Die Vielzahl der Sprachen ist eine Demonstration der multinationalen Schulgemeinde und soll als Zeichen verstanden werden, sich geschwisterlich für „Eine Welt“ zu engagieren.

Die Gestaltung des Treppenhauses leistet einen großen Beitrag zur Stärkung des Wir-Gefühls, kann Denkanstöße geben zur weiteren Gestaltung des Schulgebäudes und wirkt von daher positiv auf die Kreativität und Eigeninitiative der Schülerinnen und Schüler.

 

 

·        Ästhetischer Aspekt

Die Erhöhung der Wohnlichkeit durch Gestaltung schafft Anregung zu Sorgfalt und Pfleglichkeit im Umgang mit Sachen und vor allem Menschen. Wohnlichkeit und Gestaltung anstelle von Leere und Zufall fördern die Identifizierung mit dem räumlichen und institutionellen Umfeld. Die Entwicklung der Achtung vor Menschen, Sachen und Werten findet hier einen Ansatzpunkt.

Das Haupttreppenhaus wird in der Regel von der gesamten Schulgemeinde benutzt, eine Gestaltung somit von allen wahrgenommen. Das Thema der Gestaltung ist keine modische Zeiterscheinung, sondern hat einen dauernden Wert. Zudem ist es möglich, sie ständig zu ergänzen, was im Jahr 2004 auch geschehen ist.

 

·        Öffnung von Schule

An der Gestaltung wirkten neben den federführenden Schülerinnen und Schülern einer freiwilligen Kunst-Arbeitsgemeinschaft  der Jahrgangsstufe 10 weitere Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachbereichen mit ihren Schülergruppen, Erziehungsberechtigte und eine Töpferin mit.

Zudem fanden das Töpfern und Brennen der Reliefplatten an außerschulischen Orten statt. Der Schulträger unterstützte uns mit Rat und Tat.

Ein Fotokalender vom Tonrelief mit Sinnsprüchen für 1999  wurde verkauft, womit „unser“ Thema „Menschenrechte“ schließlich viele Menschen außerhalb der Schule erreichte.

 

 

 

 

Die Gestaltung des Haupttreppenhauses des Gebäudeteils B

 

Thema: Menschenrechte

 

dem Eingang gegenüberliegende Wand:  (Blickfang als Einstimmung in das Thema)

 

 

I M A G I N E

 

all the people

living life in

 

P E A C E .

 

(John Lennon)

 

 

 

 

Treppenaufgang in die erste Etage: verschiedensprachige Fassungen der Menschenrechte (bosnisch, deutsch, englisch, französisch, griechisch, polnisch, russisch, afrikaans, türkisch,...), erarbeitet von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Erziehungsberechtigten; das Textlayout wurde erstellt im WP-Informatikunterricht der Klassen 10. Die Texte werden in den Farben der olympischen Ringe gerahmt und begleitet von piktogrammähnlichen Bildern in diesen Farben  (Verdeutlichung der Gültigkeit der Menschenrechte auf allen fünf Kontinenten).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem wurde ein Text „Die Rechte der Kinder“ mit einem Geleitwort von Richard von Weizsäcker mit einer regenbogenfarbigen Rahmung aufgehängt.

Alle Texte wurden hinter Plexiglas geschützt aufgehängt.

 

Stirnwand 1. Etage:  Das Thema „Menschenrechte“ wird nun in den persönlichen Bereich der Schülerinnen und Schüler projiziert. Es entstand ein ca. 1,5 m hohes und ca. 3 m breites Tonrelief, auf dem Schülerinnen und Schüler ihre gegenwärtigen und zukünftigen Stationen und Situationen darstellten. Es entstanden Fliesen in unterschiedlichen Größen, die zu einem Ganzen zusammengefügt wurden. Die Fliesen wurden direkt auf die Wand gedübelt.

(siehe Kalender „Wenn nicht ich, wer?“ bei der Dokumentation)

 

Stirnwand 2. Etage:  4 Fahnen á ca. 1.5 x 2,0 m,  die im Tx-Unterricht der Jahrgangsstufe 10 in Gruppenarbeit entstanden und die persönliche Lebenssituation der Schülerinnen darstellen, wurden geschützt hinter Plexiglasscheiben  aufgehängt.

 

Treppenaufgang in die 3. Etage:

Die Figuren aus der 1. Halbetage verdeutlichen die Menschen aus allen Erdteilen und begleiten die hinauf- und heruntergehenden Personen in den olympischen Farben.

 

Stirnwand 3. Etage: Die Welt: 2004 entstand ein Wandgemälde mit den bereits unten zu findenden Figuren in den olympischen Farben, der Weltkugel und dem Satz: „This is where we live, where we have always lived and where our children und our children’s children will have to live – for there is only one Earth.“, eine Aufforderung zum sorgsamen Umgang mit unserem Planeten, zum Umweltschutz.